Alle Beiträge von Thorsten Zoerner

Das Projekt Stromhaltig ist parallel zur Errichtung eines SmartHouses (hohe Energieeffizienz durch höchste Automatisierung) entstanden. Eingereicht beim Wettbewerb für Nachhaltigkeit konnte im Jahre 2010 eine regionale Platzierung erreicht werden. Im Jahre 2011 kam durch steigende Strompreise vor allem das Thema Strompreise hinzu, bis im Jahre 2012 der Fokus auf Nachhaltigkeit bei der Energiewende in Deutschland gesetzt wurde. Ziel ist es auch weiterhin Hintergründe und Ansätze für die Stromwirtschaft und den privaten Stromkunden zu liefern.
skydiving-270134_1280

Fallschirmspringen und Strommarktdesign

Mühsam quält sich die Springermaschine auf etwa 3.500 Meter Höhe. Die Nervosität steigt, denn den Springern wird klar, dass es kein Zurück mehr gibt, sobald sie die Maschine verlassen. Jetzt könnten Sie mit dem Piloten noch zurück…

Am Freitag den 30.01.2015 hat ein Privat Unternehmen den Zuschlag zur Ausschreibung I C 4 – 80 14 36/2; Projekt-Nr. 02/15 des Bundes Wirtschaftsministeriums erhalten:

“Ein Strommarkt für die Energiewende – Analyse eines effizienten Marktdesigns für die Stromversorgung mit steigenden Anteilen erneuerbarer Energien (EE) bei unsicheren Rahmenbedingungen.”

Die größte Unsicherheit bei den Rahmenbedingungen liegt dabei weniger bei den Erzeugungsarten, als bei den Einflüssen der einzelnen Marktakteure.

Weiterlesen

tuetenkauf

Kurzmeldung: Ökostrom trägt keine Schuld an negativen Strompreisen

Wie die Agora Energiewende in einer aktuellen Studie feststellt, war die Erzeugung von Strom aus Windkraft und Photovoltaik nicht ursächlich für negative Strompreise am Spot Markt:

Der Blick auf 2013 zeigt jedoch, dass der Erneuerbaren-Anteil an der Stromerzeugung in keiner Stunde die 65 %-Marke überschritten hat – mithin die Erneuerbaren Energien nie mehr Strom produziert haben als zeitgleich verbraucht wurde. (Quelle)

Ergänzend zur Studie sollte auch festgehalten werden, dass die Preiskopplung der Strombörsen (PCR) ab dem Jahre 2014 ebenfalls dem Phänomen von negativen Strompreisen entgegenwirkt.

Weiterlesen

marktmodell

Bürger müssen handeln, um Stromkostenexplosion zu verhindern.

Geht es nach dem Konzept des BDEW, PQ Energy oder des Stadtwerke-Netzwerkes Trianel, so könnte der Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz bald einige Haushalte in finanzielle Schwierigkeiten bringen. In den vergangenen Jahren hatte die Anzahl der Zwangsabschaltungen bereits erschreckende Ausmaße angenommen.

postkarte_nervtDas die Kanzlerin dabei eher die Unternehmen im Blick hat, wurde in der Diskussion um Pre-Paid-Tarife gezeigt. Nach dem Motto, lieber die Wähler im dunklen sitzen lassen, als ein Gewinneinbruch, wurden die Weichen  für eine größtmögliche Abschöpfung des Haushaltseinkommens gestellt.

In Großbritannien hatte im vergangenen Jahr eine ähnliche Diskussion dazu geführt, dass nun feststeht: 100€ müssen die Bürger jährlich mehr zahlen. Aus dem Bereich des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) ist zu hören, dass man in Deutschland eher bei 120€ und mehr rechnen müsste.

postkarte_preisMit dem Hybridstrommarkt gibt es eine echte Kostenbremse für den Strompreis. Bürger können heute den Strompreis von morgen bestimmen, durch ihre Einreichungen beim Bundes-Wirtschaftsministerium.  Leider schließt sich in 4 Wochen das Zeitfenster, in dem noch eine Eingabe möglich ist.

Wenig Aufwand ist notwendig…

Am wichtigsten ist aber:
Jetzt Gedanken machen! Jetzt darüber reden!

gsi2015

Dezentrale Netzsteuerrung sicherer als zentrale Strukturen

Scinexx hat einen sehr interessanten Beitrag der Max-Planck-Gesellschaft veröffentlicht. Die Kernaussagen können mit Sicherheit bestätigt werden:

  • Zentrale Strukturen sind Anfällig
  • Dezentrale Intelligenz reguliert sich selbst und ist damit stabiler
  • Eine Kontrollinstanz beim Energieversorger ist unnötig.

Die Frage ist allerdings, warum gerade der Parameter Netzfrequenz verwendet wurde, welcher nur wenig mit den Schwierigkeiten im Netzbetrieb zu tun hat.

Weiterlesen

Gabriel-und-Hendricks

Deutschland ein Schlußlicht bei der Erreichung der EU Klima und Energieziele.

Erreicht man alle seine Ziele, dann hat man diese zu niedrig gesetzt. Aus Sicht von Deutschland ist es allerdings interessant, welche Länder am weitesten die von der EU gesetzt Ziele anführen: Großbritannien, Zypern und Tschechien haben in Teilbereiche die Ziele übererfüllt.

Die Europäische Umweltorganisation hat die Erreichung der drei wichtigsten Ziele der EU Mitgliedsländer untersucht. Für 29 Länder ist dabei eine Grafik entstanden, die zeigt, wo sich jedes einzelne Land befindet.  Da die Bildrechte nicht final geklärt werden konnten, hat blog.stromhaltig die Werte in eine Tabelle umgesetzt.

Weiterlesen