Über Thorsten Zoerner

Gründungsmitglied der Energieblogger mit Spezialisierung auf Stromhandel und Netze. Ziel ist es die Daten sprechen zu lassen und das Echo in Politik, Verbände und Industrie zu reflektieren.
2016-12-27 18.00.16

Rückfahrt vom Fachkongress „Neue Geschäftsfelder“ der Energieforen in Leipzig. Von der Dachterrasse kann man den „Uni-Riesen“ erkennen, der auch die Strombörse EEX beheimatet.  Beim Kongress wurde viel über Lokale und Kommunale Produkte sinniert, über Versorger und ihren Weg durch das Fahrwasser der Digitalisierung. Jetzt auf der Rückfahrt sitzt ein Bekannter aus einer ganz anderen Branche neben mir und will wissen, was in der Energiewelt eigentlich so abläuft.  Irgendwann kommt das Gespräch auf Ökostrom, den er für sein Haus bezieht – und auf seine ganz persönlichen Beweggründe.

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Am kommenden Mittwoch, den 18.01.2017, wird die Energiewirtschaft mit einem Auge nach Frankreich und mit dem anderen auf die Photovoltaik in Deutschland schauen. Wie bereits in den letzten Wochen, sorgen viele aus Sicherheitsgründen heruntergefahren Kernkraftwerke in Frankreich zu einer latenten Unterversorgung, welche den Strompreis ansteigen und dir Importe aus Deutschland maximieren lassen. Zur Mitte der Woche wird es zu deutlich niedrigeren Temperaturen ein West und Zentral-Europa kommen, wodurch  mehr Strom benötigt wird.

Die Quizfrage wird werden, wie die Bilanz in Deutschland zeitgleich aussieht. Klarer Himmel spricht für viel Sonnenstrom, jedoch könnten die Erträge durch die Niederschläge der letzten Tage noch unter den Schätzungen liegen, was das Engpass management nach Frankreich komplexer machen wird.

Am Freitag hatte man sich bereits für das Europäische Verbundnetz einen Plan für den Worstcase zurecht gelegt, wie aus Insiderkreisen bekannt wurde.

Hybridstrommarkt - Ein Strommarkt für die Energiewende in Bürgerhand

Die größte Herausforderung, die sich bei der Weiterentwicklung des Strommarktes vor genau 2 Jahren ergeben hatte, ist die Umstellung von einfachem Weiterreichen der Brennstoffkosten auf eine Vergütung, die auch ohne Brennstoffkosten möglich ist. Solarenergie und Windkraft haben keine Brennstoffkosten, sind allerdings nicht immer verfügbar. Auf der anderen Seite steht der Stromkunde, der mit seiner Stromrechnung nach Strommengen zahlt. In der Energiewende 1.0 – ab dem Jahre 2002 – wurde der Versuch unternommen die Investitionskosten der Anlagen auf die Laufzeit (Strommengen) umzubrechen. Das Ergebnis sind Konstrukte wie die EEG-Umlage.

Langfristig ist das bestehende Modell nicht tragbar und muss weiter entwickelt werden, da Investitionsanreize und Stromkosten nachhaltig einen Interessenausgleich herstellen müssen. Der Hybridstrommarkt ist ein Modell, welches zeigt, wie es funktionieren kann. Das Stromkonto hat das Potential das fehlende (technische) Werkzeug zu sein, die Prozesse abzubilden.

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Batteriespeicher und Digitalisierung ermöglichen neue Chancen für den direkten Verbrauch von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Eine aktuelle Marktstudie von Büro F in Zusammenarbeit mit l°energy beleuchtet die aktuelle Dynamik im Bereich der dezentralen Energiewende.

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..Die Hannover Messe fragt in einem Beitrag Hätten Sie mal eine Stunde Strom?“ und die Antwort muss ein klares JA sein. Die Blockchain Technologie kommt in immer weiteren Teilen der Energiewirtschaft zum Einsatz. Im Jahre 2016 hat sie endgültig den Endverbraucher erreicht, der frei von Stromanbieter und regulatorischen Auflagen seinen Strom handeln kann. Mit dem Stromkonto wird Energie und Geld voneinander getrennt und dadurch genau das umgesetzt, was zwar der Kunde mit der Frage verbindet – jedoch nicht die Anbieter, die durch eine Trennung von Energie und Geld ihre „wichtige“ Rolle als Mittelsmann verlieren.

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