Ein Nein zu Kapazitätsmärkten hat Bundes Wirtschaftsminister Gabriel im Rahmen eines Kongresses des Handelsblatt erteilt. Mit dieser Aussage erteilt Gabriel auch eine klare Absage zu steigenden Stromkosten für private Stromkunden. Lobbyverbände hatten im Vorfeld zur Veranstaltung im Rahmen der Konsultation zum Grünbuch „Strommarkt der Energiewende“ versucht einen zusätzlichen Kostenfaktor für Stromkunden in Form einer Prämie bei fossilen Kraftwerken durchzusetzen.

In den verbleibenden 6 Wochen der Konsultation bedeutet dies für viele Modelle ein „Zürück auf Los“. Lediglich der Flexmarkt des Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE) und der Hybridstrommarkt entsprechen bereits heute den Vorgaben des Ministers.

Gabriels Aussage ist ein Hoffnungsschimmer für Stromkunden, die in den letzten Jahren zwar Wortschöpfungen wie „Strompreisbremse“ von der Politik in Berlin hören durfte, davon allerdings nur wenig sehen konnte. Die homöopathische Senkung der EEG-Umlage für 2015 wurde in vielen Orten durch einen Anstieg der Netzentgelte geschluckt. Es bedarf Konzepte und Entschiedenheit, damit die Bürger auf der Stromrechnung erkennen können, dass die Energiewende richtig für Deutschland ist.

Ein ergebnisoffener Dialog aller Beteiligten ist notwendig, damit Strom aus Sonne und Wind am Strommarkt integriert werden. Zur groß ist der Einfluss einiger Marktteilnehmer, als dass dies ohne eine Moderation von Außen möglich ist.

Der Flexmarkt verwendet SmartMeter und Demand Side Management, um den Stromkunden zu einer flexibleren Stromnutzung zu führen.

„Die zahlreichen  schwerfälligen Sonderregeln der alten Energiewelt, wie beispielsweise Vergünstigungen in der Nachtzeit, müssen durch ein echtes Flexibilitätskriterium ‚Energiewende-ready‘ gemacht werden“, betont bne-Geschäftsführer Busch.

Die bisherige Einreichung des BNE zur Konsultation Grünbuch „Strommarkt der Energiewende“ unterteilt sich in die Problembereiche „Wissen, Können, Wollen, Tun“, welche den Schwerpunkt auf die Flexibilisierung auf der Nachfrageseite setzt.

Wie aufgezeigt umfasst die Adressierung nachfrageseitiger Flexibilitäten eine Vielzahl kleiner und größerer Arbeitsschritte. Die Vorschläge sind jeweils isoliert sinnvoll,entfalten die volle Wirkung jedoch vor allem in ihrer Gesamtheit. (BNE-Einreichung / Zusammenfassung)

Der Hybridstrommarkt lässt sich aus Sicht von blog.stromhaltig zusammen realisieren, da keine Konflikte in den direkten Handlungsfeldern abzuleiten sind. Vielmehr kann der Vorschlag der Anlagenmiete als direkter Umsetzungsvorschlag zum Setzen der Flexibilitätsanreize gesehen werden. Beiden Modellen ist gleich, dass zur Teilnahme am Markt ein intelligenter Stromzähler verbaut werden muss.

Das Dialogpapier zum Hybridstrommarkt ist zum Preis von 4,95€ (+Versand) direkt beim Verlag vorbestellbar.

(Bild zum Beitrag: BNE – Konferenz zu Kapazitätsmärkten im September 2014 – auf dem Bild: Dr. Volker Oschmann (BMWi))

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