Dank Kathrin Hoffmann von Windwärts wissen wir, dass die Kommunikation rund um die Energiewende nicht sexy ist. Wie soll ein Gerät, welches technisch ist, für dessen Werte man auch noch zahlen soll, sexy sein?

blog.stromhaltig will es wissen: Kann man einen „Sexy Stromzähler“ schaffen. In Kooperation mit dem unabhängigen Messstellenbetreiber Discovergy soll ein Community-Zähler geschaffen werden. Nein: Kein Smart-Meter, sondern ein Mehrwert durch Gemeinschaft.

Bei einer Umfrage unter 500 Lesern im Jahre 2012 hatte sich gezeigt, dass durchaus der Stromverbrauch häufiger als einmal im Jahr abgelesen wird. Excel-Tabellen werden erstellt und versucht vor dem Stromanbieter zu wissen, ob man es eine Nachzahlung oder eine Gutschrift im kommenden Jahr gibt. Generell war auch das Erkennen von Einsparpotential ein wichtiges Thema bei den Lesern.

Das Problem, man vergleicht immer nur mit sich selbst und ist dabei noch in die Vergangenheit gerichtet. Die Frage, ob der Verbrauch normal ist, findet mangels Vergleichbarkeit nicht statt. Das Austauschen von Excel-Tabellen findet wohl niemand sexy.

Discovergy hat sich in den vergangenen Jahren darauf spezialisiert die Messdaten auszuwerten und individuelle Analysen zu ermöglichen. Dabei kommen eigene Smart-Meter zum Einsatz, die in hoher Frequenz (alle paar Sekunden) einen Zählerstand ablesen und übermitteln. Klassische Zähler, oder weniger intelligente Smart-Meter, liefern weniger Daten und damit kaum Vergleichsmöglichkeit.

Der Community-Zähler soll dies ermöglichen. Man kann über ein Webportal seinen Zählerstand erfassen, auswerten und mit anderen Vergleichen. Der Datenschutz bleibt gewahrt – für das Erreichen von Zielen gibt es Punkte, für das Ablesen auch. Spielerisch lernt man den eigenen Stromverbrauch zu verstehen und schafft eine Basis für den Vergleich mit anderen Teilnehmern.

Apps, die direkt mit dem Community-Zähler zusammen arbeiten, geben Aufschluss über Zeiten, bei denen der Stromverbrauch besonders günstig ökologisch – oder besonders schmutzig ist.

Aber,

der Community-Zähler braucht eine Community – eine Gemeinschaft, für die er entwickelt wird. Discovergy und blog.stromhaltig würden sich daher freuen zu erfahren, was den Lesern heute am wichtigsten ist? Welche Funktionen auf keinen Fall fehlen sollen? Was für parallelen (wir denken an Foursquare) man vielleicht betrachten sollte?

In den kommenden Wochen werden mehrere kleine Werkzeuge erscheinen, die später Bestandteil des Community-Zähler werden sollen.

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6 Gedanken zu “Kann es einen sexy Stromzähler geben?

  1. Schöne Idee. Da ich mich viel mit Energiesparen (hier: Stromsparen) befasse, bin ich auch schon darauf gestoßen und habe mich auch schon gefragt wie der Energieverbrauch transparenter und vergleichbarer gestaltet werden kann. Ich bin gerne mit dabei und helfe mit die Idee zu verbreiten.

    Wäre da eine Zusammenarbeit mit Econitor sinnvoll, um weg von den Excel-Listen zu kommen?

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  2. Die Idee finde ich sehr spannend, obwohl Excel schon lange kein Werkzeug mehr ist.
    Die Anzeige der aktuellen Leistung und des Tagesverbrauchs wäre via wünschenswert – nicht nur als Websiteagramm, sondern als Datenzugriff zum weiter verarbeiten.
    Wenn irgendwann das eigene Profil daraus abrufbar ist (manche Leute warten darauf), dann wäre das Klasse.
    Setzt aber voraus, das Discovergy die Zähler auch liefern kann; da tun die sich gerade ein wenig schwer.

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  3. Sicherlich eine interessante Idee. Ein entsprechendes WEB Portal wäre dazu natürlich angebracht.

    Wenn man nicht gleich den Energiezähler ersetzen will wären die Geräte von EnviR auch eine Alternative.

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  4. Hallo Thorsten,

    „Sex“ ist nicht gerade billig (wenn man / frau den kaufen muss) Leider trifft das auch auf den „sexy Stromzähler“ zu.

    Nun, wer wie ich die volle Dröhnung hat was Zähler angeht, kauft ganz schön viel „Sex“ ein.

    1 x Produktionszähler

    1 Zweirichtungszähler mit Register für :

    1 x Bezug HT

    1 x Bezug NT

    1 x Überschusseinspeisung

    macht sozusagen „4 Zähler“ klar, beide 3phasen Zähler sind „Smartmeter“ von „HAGER“ und lösen die kWh in 10.000 Impulse auf.

    „foursquare“ meint wohl „Elektronischer 4 – Quadrantenzähler“ misst Wirkleistung und Scheinleistung jeweils positiv und negativ. Wofür wäre das wohl notwendig ?

    Kann „Discovergy“ auch mit den vorhandenen HAGER arbeiten oder muss in jedem Fall gewechselt werden ?

    Bei wählen Sie die passende Lösung

    1 x Intelligenter Stromzähler (einmalig € 69 + € 60 / Jahr)

    1 x Intelligenter 2-Tarifzähler (einmalig € 99 + € 60 / Jahr) der aber ein „Zweirichtungszähler sein müsste !

    Den gibt es wiederum nur so : Intelligenter Zweirichtungszähler 100 Ampere (einmalig € 129 + € 60 / Jahr) ???

    Nicht sehr sexy – so muss ich wohl weiter „händisch ablesen“ was ich ein komplettes Jahr bereits täglich getan haben und nun wöchentlich tue. Dabei könnte ich über LAN und „Fritzbox“ plus entsprechender Software „eigentlich“ beide Zähler ablesen. Es gibt da eine serielle vordere Datenschnittstelle :

    Die Datenschnittstellen des Zählers sind InfrarotKommunikationsschnittstellen nach DIN EN 62056-21. Alle Telegramme sind mit SML-Transportprotokoll (Version 1) kodiert.

    Der Zähler sendet alle 1s – 4s einen Datensatz, welcher neben den Inhalten des/der Energieregister(s) weitere Informationen enthält.

    Im „ungezählten Bereich“ kann über eine BKE-Datenschnittstelle über die rückseitige Schnittstelle ausgelesen werden. Keine Ahnung, welche Hardware und welche Software da funktionieren könnte. Auch nicht sexy was „SMA“ am Wechselrichter zu bieten hat. Statt eines standardisierten LAN-Anschluss, eine sche… „Sunny WebBox“ die mir am Folgetag den Tagesertrag über E-Mail zusendet. Die Daten werden in der Box verarbeitet – keine wie immer geartete Steuerung möglich, weil die Daten dort „eingesperrt“ sind – soviel zur Kundenfreundlichkeit dieses Produkts ….

    Einer der Gründe warum ich nun in zwei Vereinen bin, war es dafür eventuell eine Lösung zu finden – griff in Klo bislang…. :roll:

    Klar würde ich meine Daten als Referenz zum „Gruppensex“ online zur Verfügung stellen – wenn ich sie denn erst mal hätte !!!

    Ach ja Freeware „LibreOffice“ und Calc ist die Lösung statt „Excel“ wenn schon Listen erzeugt werden müssen – Björn-Lars Kuhn will ansonsten ganz offensichtlich das Selbe wie ich :mrgreen:

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  5. Mir wäre es wichtig, dass auch ganz andere Zielgruppen angesprochen werden, nicht nur die Nerds. Erst dann kann man diesen Stromzähler als sexy bezeichnen.

    Foursquare ist was ganz anderes, ein standortbezogenes soziales Netzwerk mit dem man anderen mitteilen kann wo man sich befindet. Wer sich an Orten anmeldet wird mit Auszeichnungen belohnt.

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  6. Pingback: Können Stromzähler spielerisch attraktiver und der Verbrauch vergleichbarer werden? - Energieblog energynet

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