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topeeg-energynet-blau-300x114Die Energieblogger sind auf der Suche nach „Germany’s Next Top EEG“ Reformvorschläge werden analysiert, bewertet und vorgestellt. Eine entscheidende Phase ist in der Stromwirtschaft eingeläutet und braucht vor allem eines: Transparenz.

blog.stromhaltig hatte bislang nur wenig darüber berichtet, denn insgeheim sollte ein eigener Reformvorschlag eingereicht werden. Mittlerweile sind mehrere Ideen daraus entsprungen. Heute nun die Vorstellung des Projektes „Bierdeckel EEG“, in Anlehnung an Friedrich Merz’s Bierdeckel Steuer (zur Erinnerung). Das EEG soll schlanker werden, einfach zu erklären und trotzdem keine Kriegsgewinner und keine Leichen hinterlassen. Nach dem Motto: Fair, Einfach, Transparent!

Einspeisevergütung – Der Anfang

Wer Strom aus einer EEG-Anlage in das öffentliche Stromnetz einspeist erhält weiterhin den Betrag, den er auch bislang erhält (=Bestandsschutz). Neue Anlagen erhalten fortan den Vergütungssatz, der aktuell gilt für 20 Jahre nach Netzzugang. Die Absenkung entfällt.

Dies gilt bis im Jahresschnitt der Anteil am Strommix eines Energieträgers einem Zielprofil entspricht (Arbeit nicht Kapazität!):

100% = 100 GW

  • 25% Solarkraft
  • 12% Offshore Wind
  • 48% Onshore Wind
  • 15% Biomasse / Biogas

30% Reservekapazität (=30GW inkl. 4GW Regelenergie):

  • 15% Inländische Wasserkraft (inkl. Pumpspeicher)
  • 15% Abschaltbare Lasten (Kumuliert)

Investoren in EE-Anlagen erhalten damit Planungssicherheit und die nachgelagerten Wertschöpfungskette (Planung, Errichtung, Betrieb) wird aufrechterhalten.

Netzbetrieb –  Weiterverkauf bis zum Letztverbraucher

Das entgegennehmende Netz (bzw. dessen Bilanzkreis) erstellt bis spätestens einen Tag im Voraus eine Prognose für die 96 / 15-Minutenblöcke des Folgetages und zahlt zeitnahe die mengenrichtige Beträge mit Einspeisevergütung an den Anlagenbetreiber aus.

Für jeglichen Netzbetreiber/Bilanzkreis gilt, dass vorrangig ein Stromverkauf durch den Einkauf von EEG-Strom zu bedienen ist. Beim Einspeiseverteilnetz ist dies die Verluststrommenge sowie die Ausgleichenergiemenge zur Glattstellung des Bilanzkreises. Erst wenn kein weiterer EE-Strom vorhanden ist, darf über andere Wege (Börse, OTC, Auktion, …) Mengen hinzugekauft werden.

Übersteigt die eingespeiste Menge den „Eigenbedarf“ des Bilanzkreises, so wird dieser zum Mischpreis der Einspeisevergütung an den Übetragungsnetzbetreiber weiterverkauft. Auch auf dieser Ebene gilt der Verkaufsvorrang des Stroms aus EEG-Anlagen bis zur endgültigen Entnahme beim Letztverbraucher.

Bierdeckel-EEGBierdeckel EEG

Kernpunkte:

  • Aufrechterhaltung der Einspeisegarantie
  • Weitergabe der Einspeisegarantie entlang der Wertschöpfungskette
  • Analoge Umsetzung zur Vorsteuer/Umsatzsteuer
  • Minimierung des Wirtschaftskraftverlustes durch EEG-Export

Drei einfache Regeln

  • EEG Strom muss vorrangig „gehandelt“ werden.
  • Die Netzbetreiber dürfen/müssen 1:1 ihre EEG-Einkaufspreise entlang der Wertschöpfungskette weitergeben
  • Jegliche Abrechnung erfolgt zeitnahe (Day-After-Market) das Zeitraster hierfür sind 15 Minutenblöcke.

 

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