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UK: Erste Ergebnisse der Kapazitätsmarkt-Auktion – Private Haushalte: Mehrkosten 100€/Jahr

Im Sommer 2014 wurde für das Vereinigte Königreich ein Kapazitätsmarkt beschlossen. Ein Vorhaben, welches allerdings weniger auf schwankende Erzeugung aus Ökostrom zurück zu führen ist, als auf eine marode Infrastruktur, die zu Versorgungsengpässen bereits im Herbst des Jahres geführt hatte.

Vorläufiges Ergebnis (Stand 19.12.2014):
24.77 € je KW / Jahr

Überträgt man diese ersten Ergebnisse auf Deutschland, so würde eine jährliche Mehrbelastung von etwas mehr als 100€ anfallen.

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regelleistung

Stromhandel und seine Spuren im Netzbetrieb

Der Handel mit elektrischer Energie ist die Vorstufe zur Erfüllung der Regel Verbrauch ist gleich der Erzeugung. Die Synchronität aus Einspeisung und Entnahme wird zunächst über Lieferverträge und Entnahmeverträge zwischen den Akteuren vorgegeben.  Es wird geregelt, welche Mengen zu welchem Zeitpunkt über das öffentliche Stromnetz transportiert werden sollen. Das Ergebnis wird den Netzbetreibern mitgeteilt, die daraus die sogenannten Fahrpläne bauen.

Das aktuelle Markt-Design ist in weiten Teilen ein sogenannter Energy-Only-Markt (EOM), bei dem nach Zeit/Menge die Verträge auf drei unterschiedlichen Marktplätzen geschlossen werden: OTC (Direktverträge), EEX (Terminmarkt), EPEX (Spotmarkt).

Beim Aufbau eines Strommarktes für die Energiewende sollten die bestehenden systemischen Schwächen des aktuellen Marktes analysiert und nach Möglichkeiten behoben werden.

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tuetenkauf

Stromwirtschaft rückt immer weiter vom Kunden ab

Im Einzelhandel hat die Zeit des Endspurts begonnen. Wer am vergangenen Wochenende eine Einkaufsmeile besucht hat, wird feststellen, dass sehr viele Tüten prall gefüllt im Umlauf sind. Doch wie viele Stromtüten sind vorhanden? Richtig: Strom verschenkt man nicht. Weil es ein Grundbedürfnis ist, für den Betrieb der anderen Tüteninhalte, darf man sich schon etwas Gedanken machen, wie wir morgen den Stromhunger befriedigen. Rational, über einen Zweipunkteplan:

  1. Sichere Versorgung
  2. Billig

Den Rest werden schon die Experten richten. Könnte man annehmen…

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50hz

Stochastische Analyse der Netzfrequenz

Das Stromnetz in Europa hat eine Sollfrequenz von 50 Hertz. Wird mehr Strom aus dem Netz genommen, dann geht die Frequenz (leicht) zurück. Wird mehr erzeugt, dann steigt die Frequenz. Die sogenannte Regelenergie sorgt dafür, dass die Erzeugung dem Verbrauch angepasst wird und die Grundbedingung für eine stabile Stromversorgung immer gilt: Es wird soviel Strom erzeugt, wie zum gleichen Zeitpunkt verbraucht wird. Zur weiteren Lektüre wird die Master-Thesis von Markus Jaschinsky empfohlen:

Untersuchung des Zusammenhangs zwischen gemessener Netzfrequenz und Regelenergieeinsatz als Basis eines Reglerentwurfs zum Intraday Lastmanagement

Treuen Lesern sollte Markus bereits bekannt sein, denn er ist der Mensch hinter dem Blog Netzfrequenz.info und Lieferant für die Rohdaten gewesen. Danke!

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Damit der Strom der aus der Steckdose kommt ein bisschen nachhaltiger ist.