biblis

Keine Angst, bei diesem Beitrag wird keiner zum Strahlemann. Aber blog.stromhaltig möchte der Frage nachgehen, wie flexibel sind eigentlich Kernkraftwerke bei ihrer Erzeugung. Wir wissen, dass Nachtspeicherheizungen eingeführt wurden, weil man in der Blüte des Atomzeitalters in den Nachtstunden nicht wusste, wie man den überschüssigen Strom loswerden soll. Viele Pumpspeicher wurden gebaut und der Begriff der Grundlast überhaupt erst erfunden. Eine Beobachtung bei den Daten des E.ON Atommeilers im Niedersächsischen Grohnde im August, spornte an, der Frage nach Flexibilität von Atomkraftwerken noch einmal zu betrachten.

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Solarparks und Windräder mit vielen Mega-Watts. Ausfälle von Kraftwerken auch mit vielen Nullen. Alles Zahlen, die man sich nur schwer vorstellen kann. Selbst der Verbrauch eines privaten Haushaltes ist schwer vorstellbar. Zum Glück gibt es das Oktoberfest und seine Seite. Diese erlaubt die Einheit zu definieren (=Wiesn Äquivalent):

Auf der Theresienwiese fließt der Saft durch 43 Kilometer Kabel. Der bunte Wiesn-Trubel verbraucht rund 2,7 Millionen kWh. Damit könnten etwa 1100 Haushalte ein ganzes Jahr lang versorgt werden. Die benötigte Spitzenleistung für die gesamte Theresienwiese ist vergleichbar mit der einer Kleinstadt, die rund 21000 Einwohner hat.

2,7 Millionen kWh sind 2700 MWh.  Daraus folgern wir, 2,45 MWh (2450 KWh) Jahresverbrauch hat ein Wien’ Besucher und ist somit wahrscheinlich ein Singlehaushalt mit Geliebte(m). Besitzt einen Röhrenfernseher und keine Kinder.

Die Spitzenleistung von 21 Tausend Einwohner lässt sich auch schön verarbeiten. Nach Standardlastprofil hat ein Haushalt zur Jahres-Spitzenzeit im Januar/Werktag 19:00 Uhr bei einem Jahresverbrauch von 2450 KWh eine Leitungsaufnahme von 650 Watt. Multipliziert mit 21.000 ergibt dies: 13,65 MW oder 0,013% eines Kernkraftwerkes…

(Beitragsbild: Gellinger @ Pixabay)

Speicherloesungen-Haushalt

Am Anfang dieser Woche hatte blog.stromhaltig die Frage gestellt: “Wo liegen die Schwierigkeiten beim Solarwatt MyReserve?“. Nach der Veröffentlichung ist zunächst aufgefallen, dass die Zugriffszahlen auf den Beitrag recht hoch gewesen sind. Scheinbar hat auch das Social-Media Monitoring des Unternehmens funktioniert und so kam heute die Antwort auf die Kernfrage: Lieferzeiten?

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Veröffentlicht unter Pin.

Vor ein paar Wochen durfte blog.stromhaltig zu Gast sein, bei “Leben mit der Energiewende.tv“. Bei strahlendem Sonnenschein wurde der dezentrale Netzbetrieb besprochen. Einführend von Tomi Engel, der sein Projekt Babelbee vorstellte – dann vertieft in die Motivation und Hintergründe zum Hybridstrommarkt. Leider war zum Zeitpunkt der Aufnahme die Petition beim Deutschen Bundestag unter dem Titel “Beteiligung der Stromkunden und Transparenz beim Gesetzgebungsverfahren zum Strommarkt 2.0 hinsichtlich Wettbewerb/Regulierung“   noch nicht geöffnet, ansonsten hätte diese bestimmt sehr gut zum Kontext der Sendung gepasst.

 

Eberhard Holstein - Geschäftsführer Grundgrün Energie GmbH
  • 80 Prozent der Stromverbraucher % Europas sollen bis 2020 mit intelligenten MessSystemen ausgestattet werden, so sieht es eine entsprechende EU-Richtlinie vor.
  • Die neuen intelligenten Systeme sollen für die Nutzer nicht mehr als 100 Euro kosten und den Verbrauchern Transparenz über ihre Verbrauchsstruktur und damit Kostenersparnisse ermöglichen.

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